Lebens­qualität

Vielfalt & Chancengleichheit

Melanie Köhler,
Vorstandsvorsitzende Schwarz Dienstleistungen

Unsere Geschäftstätigkeit ist international, unsere Mitarbeiter stammen aus der ganzen Welt – Diversität gehört nicht nur zur Schwarz Gruppe, sie bereichert die Schwarz Gruppe! Der Einsatz für Vielfalt und Chancengleichheit ist daher eine Grundhaltung des Unternehmens. Wir glauben an gemischte Teams und schaffen daher ein Umfeld, das verschiedene Denkweisen und Kulturen ermöglicht und wertschätzt.

Hier erfahren Sie mehr über unseren Managementansatz zum Thema Vielfalt und Chancengleichheit

447.097

Mitarbeiter in der Schwarz Gruppe (2019)

65,8%

Anteil weiblicher
Mitarbeiter

34,2%

Anteil männlicher
Mitarbeiter

91,5%

unbefristete Beschäftigungsverhältnisse
(2019)

Umsetzungen und Maßnahmen

Mehr Frauen in Führungspositionen bringen – mit diesem Ziel ist Lidl im Jahr 2020 Partner des internationalen Netzwerks LEAD (Leading Executives Advance Diversity) geworden, das sich für Vielfalt und die Erhöhung des Frauenanteils in Führungspositionen im Handel und der Konsumgüterindustrie einsetzt. Lidl unterstreicht sein Engagement auch durch die Unterzeichnung der Women’s Empowerment Principles (WEP) der Vereinten Nationen. WEP ist die erste globale Initiative zur systematischen Förderung und Stärkung von Frauen in Unternehmen – basierend auf einer gleichstellungsfreundlichen Führungskultur.

Zur Förderung der Gleichstellung wurde zudem ein Mentoringprogramm in der Lidl Stiftung eingeführt, das allen Geschlechtern zur Verfügung steht. Auch die Landesgesellschaften engagieren sich für mehr Vielfalt an der Spitze. So hat Lidl Niederlande als erster Discounter im Jahr 2017 die Charta Talent to the Top unterzeichnet. Mit diesem Schritt unterstreicht Lidl Niederlande die Ambition, den Anteil der Frauen in Führungspositionen in drei Jahren auf mindestens 30 Prozent zu steigern.

Ein ausgewogenes Verhältnis in der Führungsstruktur lebt auch Kaufland schon heute. So wird die Hälfte der Führungspositionen über alle Länder hinweg von weiblichen Führungskräften verantwortet. 2019 hat Kaufland zudem begonnen, Frauen mit einem begleitenden Mentoringprogramm zu unterstützen.

Auch die Schwarz Produktion setzt sich aktiv für eine Gleichbehandlung aller Beschäftigten im Unternehmen ein. Um Benachteiligungen auszuschließen, hat sie im Jahr 2019 den Gleichbehandlungscheck der Antidiskriminierungsstelle des Bundes durchgeführt und wurde dafür Anfang 2020 mit einem Zertifikat ausgezeichnet. Die durchgeführten Analysen bestätigen der Schwarz Produktion einen hohen Grad an Geschlechtergerechtigkeit und bilden eine gute Basis für ein weiteres Engagement des Unternehmens.

Auf Basis der Analyseergebnisse des Gleichbehandlungschecks hat die Schwarz Produktion ein umfangreiches Programm mit weiteren Maßnahmen aufgestellt, mit deren Umsetzung bereits begonnen wurde. Lidl hatte bereits in den Jahren 2016/2017 am Pilot des Gleichbehandlungschecks teilgenommen.

Seit 2019 führt Kaufland in Rumänien ein Programm zur erleichterten Einstellung von Menschen mit Behinderungen durch. Unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Beschäftigungsbedürfnisse hat Kaufland eine Reihe von Arbeitsplätzen entwickelt, die an jedem Standort auch für Menschen mit Behinderung verfügbar sind. Nach dem Pilotprogramm im Jahr 2019 wurden die Bemühungen auf alle Kaufland-Filialen und -Einrichtungen in Rumänien ausgeweitet – mehr als 500 entsprechende Arbeitsplätze sind dadurch im ganzen Land verfügbar.

Kaufland Rumänien verfolgt dabei das Ziel, eine Beschäftigungsquote von 4 Prozent für Menschen mit Behinderungen zu erreichen. Studenten mit Behinderung förderte im Berichtszeitraum darüber hinaus Kaufland Kroatien, indem bis 2019 jährlich zwei Stipendien gezielt an Studierende mit Beeinträchtigung vergeben wurden. Zudem arbeitet Kaufland Kroatien seit Juni 2019 mit dem Verein Ozalj zusammen, dem Menschen mit intellektuellen Behinderungen angehören. Mitglieder des Vereins sind bei Kaufland Kroatien im Bereich Logistik beschäftigt.

Auch Kaufland Tschechien unterstützt mehrere gemeinnützige Organisationen – u.a. Centrum Paraple, die Menschen nach schweren Rückenmarksverletzungen betreut, die Hilfsorganisation Světluška für blinde Menschen oder die Non-Profit-Organisation Helppes, die ein Training von Assistenzhunden anbietet.

Auch Lidl Frankreich engagiert sich vielfältig: Neben Sensibilisierungskampagnen für die eigenen Mitarbeiter und Veranstaltungen anlässlich der Europäischen Wochen zur Beschäftigung von Menschen mit Behinderung 2018 und 2019 sowie dem Internationalen Tag für Menschen mit Behinderung 2019 engagiert sich Lidl Frankreich auch im eigenen Geschäftsbetrieb. So arbeitet die Landesgesellschaft bewusst mit Organisationen und Unternehmen zusammen, die Menschen mit Beeinträchtigung beschäftigen, und stellt auch selbst zielgerichtet entsprechende Bewerber ein.

Eine zentrale Voraussetzung für Chancengleichheit ist die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Um diese zu fördern, ergreifen die Sparten und Länder der Schwarz Gruppe Initiative. Seit 2014 bzw. 2016 sind beispielsweise Lidl Slowenien und Lidl Österreich nach dem „audit berufundfamilie” als familienfreundliche Unternehmen zertifiziert. 2019 erhielten die beiden Landesgesellschaften eine Re-Auditierung für ihre familienfreundliche Unternehmenskultur.

Lidl Österreich hat zu diesem Zweck 2019 mehrere Workshops mit der Geschäftsführung und Mitarbeitern durchgeführt und rund 45 Maßnahmen definiert, die bis 2022 umgesetzt werden sollen. Auch Lidl Slowenien hat für einen Zeitraum von drei Jahren neue Maßnahmen festgeschrieben, anhand derer die Familienfreundlichkeit des Unternehmens weiter vorangetrieben wird.  

Bei Kaufland sind Angebote für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ebenfalls von großer Bedeutung. Auch in besonderen Lebensphasen, wie der Geburt eines Kindes, unterstützt Kaufland die eigenen Mitarbeiter. Bei allen Landesgesellschaften wird der Nachwuchs beispielsweise mit einem Glückwunschpaket willkommen geheißen. Zusätzlich bietet Kaufland in Deutschland, Polen, Rumänien, Bulgarien, der Slowakei und seit 2020 auch in Tschechien für kurzzeitige Betreuungsengpässe moderne Eltern-Kind-Büros. Hier können Mitarbeiter ihr Kind eigenverantwortlich betreuen und gleichzeitig ihren beruflichen Aufgaben nachgehen. Darüber hinaus unterstützen alle Sparten ihre Mitarbeiter mit flexiblen Arbeitszeitmodellen und Sabbatical-Regelungen dabei, Beruf und Privatleben zu vereinen. 

Gesundheit & Arbeitssicherheit

Frank Schumann,
Vorstandsvorsitzender Kaufland

Die Gesundheit unserer Mitarbeiter steht für uns an erster Stelle. Ein modernes Gesundheitsmanagement greift nicht nur reaktiv ein, sondern fördert die Gesundheit proaktiv. Davon profitieren sowohl Mitarbeiter als auch Unternehmen auf lange Sicht – und unsere Mitarbeiter wissen die Sorge um ihr Wohl, auch im Rahmen einer ausgewogenen Work-Life-Balance, zu schätzen.

Hier erfahren Sie mehr über unseren Managementansatz zum Thema Gesundheit und Arbeitssicherheit

– 0,2
6,8%

Krankenstand
2018

6,6%

Krankenstand
2019

10%

weniger Arbeitsunfälle –
dieses Ziel setzt sich die Schwarz Produktion jedes Jahr

Umsetzungen und Maßnahmen

Ein gesundheitsförderndes Arbeitsumfeld ist für die Schwarz Gruppe eine zentrale Voraussetzung für zufriedene Mitarbeiter, die motiviert zum Erfolg des Unternehmens beitragen. Dabei setzen die Sparten überwiegend auf präventive Maßnahmen, um die Gesundheit der Mitarbeiter zu erhalten und zu fördern.

Die Sparten der Schwarz Gruppe bieten ihren Mitarbeitern standortabhängig gesundheitsfördernde Aktivitäten wie Sportkurse und ärztliche Vorsorgeuntersuchungen an. Dabei steht neben der körperlichen auch die geistige Gesundheit im Fokus.

Für die Schwarz Gruppe nehmen Sicherheit am Arbeitsplatz und die Förderung der Gesundheit eines jeden Mitarbeiters eine zentrale Rolle ein.

Angeboten werden sparten- und standortabhängig beispielsweise die Durchführung gesetzlicher Vorsorgeuntersuchungen wie Hautscreenings und Brustkrebsvorsorge, Augenuntersuchungen, Rückenschulungen, Grippeschutzimpfungen sowie Schulungen und Beratung zur Bürostuhleinstellung oder zum richtigen Heben und Tragen. Angebote wie Firmenläufe, Sportveranstaltungen oder Gesundheitstage runden das Angebot ab und stärken neben der sportlichen Aktivität auch das Bewusstsein für einen gesunden Lebensalltag.

Der jährliche Gesundheitstag der Schwarz Produktion 2019 drehte sich beispielsweise um das Thema Stressprävention. In diesem Rahmen konnten sich die Mitarbeiter mit einem „Stresspilot“ körperlich untersuchen lassen.

In den neuen Filialen von Kaufland und Lidl gehören ergonomische Kassenstühle zum Standard, teilweise erfolgt auch eine Umrüstung in bestehenden Filialen. Bei Kaufland wird darüber hinaus durch den Einsatz ergonomischer Flurförderzeuge eine leichtere Warenverräumung ermöglicht, auch im Vertrieb und den Logistik-Verteilzentren werden körperliche Belastungen durch optimierte Regalhöhen und anpassbare Förderbänder reduziert.

In allen neuen Büroflächen der Handelssparten und Schwarz Dienstleistungen sorgen standardmäßig ergonomische Schreibtischstühle und höhenverstellbare Tische für eine gesundheitsfördernde Arbeitsumgebung, die Einführung erfolgt sukzessive. Auch in den Fleischwerken ist das Thema Ergonomie wichtig.

2018 hat das Fleischwerk Heilbad Heiligenstadt den Präventionspreis der Berufsgenossenschaft 41 Nahrungsmittel und Gastgewerbe für eine sichere und ergonomische Kippvorrichtung für die Entsorgung von Säcken gewonnen. Diese Technik wird mittlerweile in mehreren Fleischwerken eingesetzt.

Zu einer ganzheitlichen Prävention gehören auch die Bereitstellung von gesunden Lebensmitteln und Sportmöglichkeiten für die Mitarbeiter. Zahlreiche Länder haben entsprechende Angebote etabliert. Am zentralen Verwaltungsstandort in Neckarsulm sowie u.a. bei Lidl in Österreich, Großbritannien und Finnland sowie Kaufland Slowakei erhalten die Mitarbeiter kostenloses Obst.

Zudem stehen den Beschäftigten an den deutschen Zentralstandorten sowie u.a. bei Kaufland in Polen sowie Lidl in Italien, Spanien, Frankreich oder der Schweiz eigene Fitnessräume zur Verfügung. Mehrere Landesgesellschaften von Kaufland und Lidl – u.a. Tschechien und die Slowakei – ermöglichen allen Mitarbeitern über eine Multi-Sport-Karte den Besuch ausgewählter Sport- und Freizeiteinrichtungen, Fitnessstudios, Tennisplätze oder Schwimmbäder.

Auch die Schwarz Dienstleistungen, Kaufland und Lidl in Deutschland sowie einzelne Landesgesellschaften kooperieren mit verschiedenen Anbietern und Sport-Centern. Zahlreiche Sportkurse, Ernährungsvorträge und Beratungen runden das Angebot der Schwarz Gruppe im Bereich Gesundheitsförderung ab.

Kaufland Tschechien wurde aufgrund der vielfältigen Gesundheitsangebote für die Mitarbeiter 2018 und 2019 mit einem Gesundheitsaward ausgezeichnet, Kaufland Kroatien erhielt 2019 als erstes Handelsunternehmen im Land das Zertifikat „Health-friendly company“.

Befähigung & Weiterbildung

Ignazio Paternò,
Vorstandsvorsitzender Lidl

Der heutige Arbeitsmarkt ist von stetigem Wandel geprägt: neue Anforderungen, neue Qualifikationen, neue Beschäftigungsformen. Auf diese sich ständig verändernden Bedingungen stellen wir uns ein. Wir investieren in lebenslanges Lernen und damit in die Entwicklung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und eine dynamische Zukunft der Schwarz Gruppe. Wir wollen mit Aus- und Weiterbildung Perspektiven öffnen, motivieren und Potenziale entfalten – und davon haben wir bei unseren über 400.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern jede Menge.

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2022

Befähigung von Mitarbeitern:
Die Schwarz Gruppe hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2022 und darüber hinaus jeden Mitarbeiter zu befähigen und zu unterstützen, in seinem jeweiligen Aufgabengebiet nachhaltig zu agieren.

Umsetzungen und Maßnahmen

Von den circa 2,7 Millionen Tonnen Abfall, die jedes Jahr bei der Schwarz Gruppe anfallen, lassen sich drei Viertel erneut nutzbar machen oder in andere Produkte umwandeln. Um das ökologische und ökonomische Potenzial dieser Wertstoffe auszuschöpfen, ist neben einer entsprechenden Infrastruktur auch eine umfassende Sensibilisierung der Mitarbeiter notwendig. Die Umweltsparte GreenCycle hat neben einheitlichen Sammelstationen für die Filialen, Lager und Verwaltungsgebäude der Schwarz Gruppe ein Schulungsprogramm entwickelt.

Im Rahmen des Konzepts „Wertstoffe Wertschätzen“ sensibilisiert GreenCycle Mitarbeiter von Kaufland und Lidl weltweit zu einer sauberen Trennung von Abfällen und deren Verwertungspotenzial – durch Schulungen, Broschüren und Erklärvideos. Auf diese Weise konnte die Recyclingquote in den Filialen und Logistikzentren der Handelssparten in den vergangenen Jahren deutlich gesteigert werden.

Ein Leitsystem erleichtert es den Mitarbeitern in den Zentrallagern, die Wertstoffe richtig zu trennen.

Die Sensibilisierung für ressourcenschonendes Handeln ist auch bei Kaufland für alle neuen Filialmitarbeiter weltweit ein fester Bestandteil der Einarbeitung. Im Fokus stehen hier Themen wie der bewusste Umgang mit Energie am Arbeitsplatz und eine fachgerechte Entsorgung von Abfällen. Mithilfe von Rundgängen in der Filiale, Online-Trainings und Erklärvideos werden den Mitarbeitern die Inhalte bedarfsgerecht vermittelt.

Auch auf Ebene einzelner Landesgesellschaften werden eigenständige Kampagnen zur Sensibilisierung von Mitarbeitern und Kunden zu einem verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen durchgeführt. Im Jahr 2019 hat beispielsweise Lidl Italien die Reduktion von Lebensmittelabfällen in den Fokus gerückt und einen Wettbewerb für die Beschäftigten organisiert. Diese konnten ihre liebsten Rezepte für die Verwendung von Lebensmittelüberschüssen zu Hause präsentieren. Die besten Video-Rezepte gegen Lebensmittelverschwendung wurden über soziale Medien publik gemacht.

Die Schwarz IT bietet ihren Mitarbeitern und Auszubildenden seit Anfang 2020 einen ungewöhnlichen Ideenwettbewerb: Am Standort in Weinsberg im Landkreis Heilbronn haben die Mitarbeiter die Möglichkeit, aktiv bei der wöchentlichen Versorgung von Bienenstöcken mitzuwirken, die Anfang 2019 dort aufgestellt wurden. Dabei bekommen Studierende und Auszubildende die Chance, verschiedene IT-Technologien an den Bienenstöcken zu testen – beispielsweise GPS-Tracker und Kameratechnik.

Im Rahmen des Projekts „Be(e) IT“ können sie ihre Ideen einreichen, anschließend werden die besten Ideen dem Management der Schwarz IT vorgestellt und umgesetzt. So fördert das Projekt den Austausch zwischen Kollegen von der Vorstandsebene bis zum Auszubildenden. Darüber hinaus werden die teilnehmenden Mitarbeiter für einen positiven Umgang mit der Natur sensibilisiert.

Gesellschaftliches Engagement

Jochen Brühl,
Vorstandsvorsitzender Tafel Deutschland

Die Tafeln verbinden soziales und ökologisches Engagement. Wir retten jede Minute 500 kg genießbare Lebensmittel vor der Vernichtung und unterstützen damit regelmäßig über 1,6 Millionen Menschen. Um das leisten zu können, brauchen wir starke Partner an unserer Seite. Kaufland und Lidl unter stützen uns seit vielen Jahren. Dadurch nehmen sie als erfolgreiche Unternehmen ihre gesellschaftliche Verantwortung wahr.

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29.162
32.977

Getätigte Spenden der Schwarz Gruppe
in tausend Euro

Umsetzungen und Maßnahmen

Die Handelssparten der Schwarz Gruppe setzen sich aktiv für die Vermeidung von Lebensmittelabfällen ein – als eine Maßnahme, um das eigene Reduktionsziel in diesem Bereich umzusetzen. Filialen und Logistikzentren auf der ganzen Welt geben nicht mehr verkaufsfähige, aber noch verzehrbare Lebensmittel an gemeinnützige Organisationen weiter. So erhalten in Deutschland die lokalen Tafeln regelmäßig Lebensmittel unter anderem aus den Filialen von Kaufland und Lidl und geben diese gegen einen symbolischen Betrag an Menschen, die von Armut betroffen sind, weiter. Lidl Schweden gibt überschüssige Lebensmittel u.a. an die karitativen Organisationen Allwin und Stadsmissionen. Lidl Italien arbeitet mit der italienischen Lebensmittelbank zusammen, die durchschnittlich etwa viermal pro Woche Lebensmittel in den Filialen abholt und über ein Netzwerk lokaler Wohltätigkeitsorganisationen an bedürftige Menschen verteilt.

Die Handelssparten der Schwarz Gruppe geben regelmäßig Lebensmittel an an gemeinnützige Organisationen weiter.

Unter anderem haben auch die Landesgesellschaften von Lidl in Frankreich, Belgien, Irland und den Niederlanden vergleichbare Konzepte für Lebensmittelabgaben verankert. Lidl Rumänien spendet nicht nur Lebensmittel, sondern investiert darüber hinaus auch in die Eröffnung von Lebensmittelbanken und den Aufbau eines entsprechenden Netzwerks. Allein im Berichtsjahr 2019 wurden drei neue Lebensmittelbanken etabliert, die Eröffnung von drei weiteren ist in Planung. Lidl Rumänien trägt dabei sämtliche anfallenden Kosten.

Auch zahlreiche Landesgesellschaften von Kaufland spenden Lebensmittel an gemeinnützige Organisationen, in mehreren Ländern besteht hierzu sogar eine gesetzliche Verpflichtung. In Kroatien holt beispielsweise die Caritas zweimal pro Woche im Verkauf übrig gebliebene Backwaren sowie Obst und Gemüse aus 18 Filialen ab. Daneben holt die Organisation wöchentlich Lebensmittel aus dem Zentrallager ab, die z.B. kurz vor dem Erreichen des Mindesthaltbarkeitsdatums stehen oder eine beschädigte Verpackung haben. Neben der Zusammenarbeit mit den Tafeln kooperiert Kaufland Deutschland an 80 Standorten mit der Initiative „foodsharing“, um übrig gebliebene Lebensmittel zur Abholung bereitzustellen. Ähnliche Initiativen und Konzepte für Lebensmittelspenden gibt es darüber hinaus beispielsweise bei Kaufland in Polen, Tschechien und Rumänien.

Um zukünftig noch mehr Nahrungsmittel vor dem Müll zu retten, beteiligen sich Kaufland und Lidl an dem Projekt „Tafel macht Zukunft – gemeinsam digital“. Die Tafel Deutschland entwickelt mit ihren Projektpartnern eine Online-Plattform, die sogenannte „eco-Plattform“. Diese soll die Vernetzung von Tafeln, Handel und Herstellern verbessern und die Weitergabe an bedürftige Menschen bedarfsgerechter gestalten. So werden beispielsweise durch die Optimierung der Routenplanung Zeit und Kosten für die Tafeln eingespart. Lidl hat in den Jahren 2018 und 2019 den Tafel-„Zukunftsfonds“ mit insgesamt 1,5 Millionen Euro unterstützt.  

Seit 2008 unterstützt Lidl die Tafel deutschlandweit neben Lebensmittelabgaben auch gemeinsam mit den eigenen Kunden durch Pfandspenden. Kunden haben an etwa 6.100 Pfandautomaten in rund 3.200 Filialen die Möglichkeit, bei der Rückgabe von Leergut über einen Spendenknopf einen Teil- oder den gesamten Pfandbetrag für die Tafeln zu spenden.

Auf diesem Weg sind bis zum Ende des Geschäftsjahres 2019 über 18 Millionen Euro zusammengekommen, mit denen die Tafel u.a. Kühlfahrzeuge, Hygieneartikel und neue Einrichtungsgegenstände, aber auch Kochkurse für die Tafel-Kunden finanzieren konnte. Bis Ende 2019 konnten insgesamt rund 2.500 Projekte realisiert werden.

Mithilfe von Pfandspenden unterstützen Kaufland und Lidl regelmäßig regionale Wohltätigkeitsorganisationen.

Auch andere Länder setzen auf das Prinzip der Pfandspende: Lidl Litauen beispielsweise unterstützt seit 2017 mit diesem Konzept ein nationales Spendenprojekt zur Unterstützung von Kindertagesstätten. Das Unternehmen verdoppelt dabei die Spendenbeiträge der Kunden. Kaufland organisiert auf lokaler Ebene Pfandspende-Aktionen, mit denen teilweise ebenfalls die Tafel begünstigt wird. In Deutschland erfolgt im Geschäftsjahr 2020 darüber hinaus in allen Filialen die Einführung von Pfandbonspendenboxen zugunsten regionaler gemeinnütziger Organisationen.

Seit 2004 engagiert sich Kaufland in der Umweltpädagogik, um Kindern auf spielerische Weise Natur und Umwelt näherzubringen. Die Umweltaktionstage bilden zusammen mit den Natur- und Ernährungsaktionstagen das Programm „Machen macht Schule“. Pro Jahr veranstaltet Kaufland etwa 200 Aktionstage und erreicht damit knapp 30.000 Kinder und Jugendliche. Im Jahr 2020 steht bei den Umweltaktionstagen dabei das Thema Wasser im Fokus.

Bei der Auftaktveranstaltung im Februar 2020 konnten Schüler gemeinsam mit Umweltexperten analysieren, wie jeder Einzelne dazu beitragen kann, die Ressource Wasser zu schonen. Die Naturaktionstage – bestehend aus eintägigen Exkursionen in nahe gelegene Naturparks – wurden im Herbst 2019 sogar als offizielles Projekt der UNDekade Biologische Vielfalt ausgezeichnet. Bei den Ernährungsaktionstagen schult Kaufland mithilfe von Ernährungsexperten Kinder und Jugendliche zu gesunder Ernährung.

Dieses Engagement zeigt sich auch durch zahlreiche internationale Projekte, wie beispielsweise „Akademia Kinderland“. Das Projekt in Rumänien schult Kinder seit 2018 direkt vor Filialen spielerisch zum Thema gesunde Ernährung.

Auch die Mitarbeiter der Schwarz Gruppe engagieren sich für Umwelt und Gesellschaft. Bei Kaufland Kroatien halfen beispielsweise im Rahmen der Grünen Woche 2019 rund 150 Mitarbeiter aus allen Filialen, der Zentrale und Logistik in elf National- und Naturparks beim Einsammeln von Abfall und Unrat. Mitarbeiter von Kaufland Bulgarien setzten sich am World Clean Up Day im September 2018 für eine saubere Umwelt ein.

Über seine Vertriebsmarke PreZero unterstützt GreenCycle den Fußball-Bundesligisten TSG Hoffenheim intensiv auf dem Gebiet der ressourcenschonenden Abfallwirtschaft. Als weithin sichtbares Zeichen wurde das Fußballstadion der TSG in PreZero Arena umbenannt. Die Nachhaltigkeitskooperation zwischen den beiden Partnern geht dabei aber weit über das Stadionsponsoring hinaus.

Gemeinsam haben sie sich das Ziel gesetzt, die PreZero Arena zu einem Symbol für Nachhaltigkeit zu machen und allgemein für einen ressourcenschonenden Stadionbetrieb und -besuch sowie eine nachhaltige Fankultur zu sensibilisieren.

Seit 2019 ist PreZero offizieller Nachhaltigkeitspartner des Fußball-Bundesligisten TSG Hoffenheim.
Seit 2019 ist PreZero offizieller Nachhaltigkeitspartner des Fußball-Bundesligisten TSG Hoffenheim.

Zu diesem Zweck unterstützt und berät PreZero den Verein bei allen umweltrelevanten Themen – etwa durch die Analyse und Optimierung von Stoffströmen, durch Trenn- und Abfallvermeidungskonzepte, die Entwicklung und Einführung eines Mehrwegbechersystems oder die Herstellung von Graspapier und weiteren PreZero-Werbeartikeln aus Grasschnitt, wie beispielsweise Handyhüllen.